18 Jahre, 50 Euro im Monat — was wäre heute aus dem Kindergeld-Sparplan geworden?
Wir simulieren einen echten MSCI-World-Sparplan — mit Finanzkrise, Corona-Crash und allem, was dazwischen lag.
Stell dir vor, du hast im Jahr 2007 ein Kind bekommen. Voller Tatendrang und mit dem Wunsch, deinem Kind einen guten Start ins Leben zu ermöglichen, hast du einen Entschluss gefasst: 50 Euro im Monat, jeden Monat, in einen ETF auf den MSCI World.
Klingt bescheiden. Klingt fast langweilig. Aber was wäre heute, 18 Jahre später, daraus geworden?
Wir haben es durchgerechnet — mit echten historischen Renditen, inklusive Finanzkrise 2008, Eurokrise 2011 und allem, was dazwischen lag.
Die Ausgangssituation: 2007, ein Neugeborenes und 50 Euro
Wer 2007 anfing, hatte historisch gesehen einen denkbar schlechten Zeitpunkt erwischt. Im Herbst 2008 brach die Welt zusammen — Lehman Brothers, globale Finanzkrise, Panikmodus an allen Börsen. Der MSCI World verlor rund 40 Prozent seines Wertes.
Genau das macht dieses Experiment so aufschlussreich: Es zeigt, was passiert, wenn man trotzdem investiert bleibt.
(216 Monate × 50 €)
Die Reise durch 18 Jahre Marktgeschichte
Was auf dem Papier wie eine ruhige Wachstumskurve aussieht, war in der Realität eine Achterbahnfahrt. Hier sind die entscheidenden Momente:
Probier es selbst — der interaktive Rechner
Andere Sparrate oder anderes Startjahr? Spiel einfach mit den Reglern:
🧪 Sparplan-Simulator
Historische MSCI-World-Renditen 2007–2024 (EUR, Net Total Return)
Datengrundlage: MSCI World Net Total Return Index in EUR. Ohne Steuern, ETF-Kosten (TER ~0,2 %) und Inflation. Historische Renditen sind keine Garantie für künftige Ergebnisse. Keine Anlageberatung.
Was lehrt uns dieses Experiment?
🔑 Die wichtigsten Erkenntnisse
- Crashs sind kein Grund zum Aufhören — wer 2008 weiterspart, kauft auf dem Tiefststand ein und profitiert überproportional von der Erholung.
- 50 Euro reichen — man braucht kein großes Startkapital, um langfristig Vermögen aufzubauen.
- Zeit schlägt Timing — niemand hätte den perfekten Einstieg erwischt, aber alle die dabei blieben, haben gewonnen.
- Der Zinseszins wirkt langsam, dann plötzlich — die letzten Jahre bringen mehr Renditegewinn als die ersten zehn zusammen.
- 18 Jahre sind realistisch — ein Sparplan zum Kindergeburtstag ist eine der sinnvollsten Schenkungen, die man machen kann.
Was wäre alternativ gewesen?
Zum Vergleich: Wer dieselben 10.800 Euro auf ein deutsches Tagesgeldkonto gelegt hätte, hätte je nach Zinsphase zwischen 10.900 und 11.200 Euro — also praktisch keinen Realgewinn nach Inflation. Wer das Geld als Bargeld gehortet hätte, hätte durch die Inflation der letzten Jahre real sogar Kaufkraft verloren.
Fazit
50 Euro pro Monat — weniger als ein Restaurantbesuch — hätten aus einem Neugeborenen von 2007 einen jungen Erwachsenen mit einem Startkapital von über 23.000 Euro gemacht. Nicht durch Spekulation, nicht durch Glück — sondern durch Konsequenz und Geduld.
Dein nächstes Experiment?
Was wäre aus 100 Euro im DAX seit 2000 geworden? Oder Sparbuch vs. ETF über 20 Jahre? Im Anlagelabor simulieren wir das alles — mit echten Zahlen.
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